Trainingslager der Leichtathleten in Südtirol
Pünktlich am Ostermontag um 06:30 Uhr startete die U16+-Trainingsgruppe in Richtung Süden. Mit dem bewährten Trainerteam aus dem Vorjahr und einer motivierten Mischung aus erfahrenen und neuen Athleten machten wir uns auf die rund 5,5-stündige Fahrt nach Prad am Stilfserjoch in Südtirol. Unser Basislager bezogen wir dort in vier gemütlichen Ferienwohnungen auf einem Bauernhof. Dank des Küchenteams, bestehend aus zwei Trainern, waren wir die gesamte Woche über bestens versorgt.
Trainiert wurde im Sportwell Mals im Vinschgau: Täglich standen vier Einheiten auf dem Programm – zwei am Vormittag und zwei am Nachmittag. Um die Zeit optimal zu nutzen, verbrachten wir die Mittagspausen direkt am Stadion. Schon bei der ersten Einheit am Montagnachmittag waren wir von der beeindruckenden Bergkulisse überwältigt, die das Stadion umrahmt. Die Motivation war entsprechend hoch, zumal uns das Kaiserwetter die gesamte Woche über treu blieb.
Der Montagabend diente der strategischen Ausrichtung: Gemeinsam planten wir die anstehende Saison und jeder Athlet konnte seine Ziele formulieren. Das half den Trainern enorm, die Schwerpunkte für die kommenden Tage abzustimmen. Durch das große Trainerteam war es möglich, parallel in Kleingruppen spezifisches Techniktraining in den Disziplinen Sprint, Hürde, Lauf, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf anzubieten, wobei die Gruppen regelmäßig neu gemischt wurden. Für den Teamzusammenhalt gab es zudem gemeinsame Einheiten wie Krafttraining oder Mobilität. Ein besonderes Highlight war die Anwesenheit der tschechischen Nationalmannschaft: Den Profis bei der Arbeit zuzuschauen, war für uns alle ein echtes Erlebnis.
Auch der Teamgeist kam nicht zu kurz. Am Dienstagabend battleten wir uns bei einem „Team-Duell“, was für viel Gelächter und gesunden Ehrgeiz sorgte. Zur Regeneration blieb der Mittwochnachmittag trainingsfrei: Wir nutzten die Zeit für einen Ausflug nach Meran, wo es zur Belohnung ein wohlverdientes Eis gab. Den sportlichen Abschluss bildete am Freitagnachmittag eine gemeinsame Bergtour, die uns noch einmal forderte, aber mit einem tollen Ausblick belohnte. Abends ließen wir die Woche in der Pizzeria ausklingen, bevor wir am Samstag die Heimreise antraten.
Die Bilanz der Woche: Wir sind zwar müde und erschöpft, aber glücklich und als Team fest zusammengewachsen. Außerdem blicken wir auf viele lustige Momente zurück: Ligretto-Runden vor dem Frühstück, „Hitster“ in voller Lautstärke, Schweine putzen auf dem Bauernhof oder die komplett nassen Sachen, als plötzlich die Rasenbewässerung anging. Auch die unglaublichen wahren Geschichten beim Team-Duell (Stichworte „Kanada“ oder „internationale Fahndung“) werden uns als Insider sicher noch lange begleiten.
Danke an alle Trainer und Athleten für diese schöne Erfahrung. Die Saison kann kommen!
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